Martin Sauter

Martin Sauter

Head of Consulting

Viele unserer Kunden pflegen Ihre WordPress-Website selbst. Hier finden Sie eine Auswahl der häufigsten Fragen, die uns im Zusammenhang mit Bildern und der Medienverwaltung gestellt werden.

Welche Dateitypen kann ich in die WordPress Mediathek hochladen?

Standardmässig lässt WordPress eine ganze Reihe von Dateitypen zu: Nebst den gängigen Bildformaten (z.B. JPEG, PNG, GIF) können Sie auch Audiodateien (z.B. MP3), Videodateien (z.B. MP4, MOV, WMV), PDF-Dokumente sowie Office-Dateien (DOCX, XLSX, PPTX) hochladen. (Eine vollständige Liste finden Sie im WordPress Codex.)

Es gibt allerdings auch Dateitypen, welche nicht zugelassen sind. Prominentes Beispiel sind SVG-Dateien (siehe separate Frage), aber auch bei ganz vielen anderen Formaten erhalten Sie die Fehlermeldung «Dieser Dateityp ist aus Sicherheitsgründen leider nicht erlaubt.»

Fehlermeldung in WordPress: Dateityp nicht erlaubt
Fehlermeldung beim Versuch, nicht erlaubte Dateitypen (in diesem Fall eine EPS-Datei) in die WordPress Mediathek hochzuladen.

Diese Einschränkung hat gute Gründe – aber es gibt auch gute Gründe, sie zu umgehen. Wie so oft bei WordPress braucht es dazu entweder ein geeignetes Plug-in oder ein bisschen PHP-Code, den man beispielsweise in die Datei functions.php des aktiven Themes einfügt. Ihr Website-Administrator bzw. Ihre Agentur können Ihnen so problemlos gewisse Dateitypen freischalten.

Warum kann ich in WordPress keine SVG-Dateien hochladen?

SVG-Grafiken sind eigentlich eine tolle Sache: Als Vektorgrafik-Format sind sie sehr speichereffizient und zugleich verlustfrei auf jede Grösse skalierbar. Trotzdem unterbindet WordPress den Upload von SVG-Dateien aus Sicherheitsgründen.

Der Grund liegt darin, dass das SVG-Format auf XML basiert. Eine SVG-Datei kann auch andere Dinge als reine Bilddaten enthalten, etwa JavaScript-Code. Wenn man also SVG-Dateien auf eine Website hochlädt, dann schafft man unter Umständen eine Sicherheitslücke.

Sofern man seine SVG-Dateien selbst erstellt (oder aus einer vertrauenswürdigen Quelle bezieht), kann man natürlich trotzdem SVG-Grafiken nutzten. Mit SVG Support und Safe SVG gibt es zwei sehr populäre Plug-ins, welche dies ermöglichen.

Was ist eine Anhangseite in WordPress?

Für jede Datei, die man in die Mediathek hochlädt, legt WordPress eine sogenannte Anhangseite (engl. Attachment Page) an. Das ist ein ungewöhnlicher Begriff, denn Anhänge kennen wir von E-Mails, und damit hat das Ganze nichts zu tun. Die Anhangseite ist vielmehr eine Webseite, welche die Datei sowie ihre beschreibenden Daten publiziert.

Wie genau eine Anhangseite aussieht, wird durch das aktive Theme bestimmt – hier ein Beispiel mit dem neuen Standard-Theme Twenty Twenty-Two:

Beispiel einer WordPress-Anhangseite
Beispiel für eine Anhangseite mit Bildbeschreibung und Kommentarformular (Theme: Twenty Twentytwo)

Wie man sieht, wird der Dateiname (in unserem Beispiel: IMG_7219.jpg) zum Seitentitel. Ausserdem wird ein Bild angezeigt: Fotos und Grafiken werden direkt dargestellt, bei PDF-Dokumenten erstellt WordPress eine Vorschau. Bei allen anderen Dateitypen steht an dieser Stelle ein Link, über den man die Datei herunterladen kann.

Unterhalb des Bilds wird derjenige Text angezeigt, den man in das Feld «Beschreibung» eingepflegt hat. Und sofern die Kommentarfunktion freigeschaltet ist (was sie standardmässig ist), dann werden unten auf der Anhangseite das Kommentarformular und allfällige Kommentare angezeigt.

Wie kann ich die Anhangseite eines Bildes aufrufen?

Wenn Sie die Mediathek in der Kachelansicht nutzen, dann öffnet sich beim Klick auf ein Bild ein Popup mit dem Titel «Anhang-Details». Dort finden sie rechts unten den Link «Anhang-Seite anschauen».

Popup «Anhang-Details» in WordPress
Über den Link «Anhang-Seite anschauen» (rechts unten) gelangen Sie auf die Anhangseite des jeweiligen Bildes.

Wenn Sie hingegen die Mediathek in der Listenansicht nutzen und ein Bild zur Bearbeitung öffnen, dann sehen Sie direkt unterhalb des Titels den «Permalink» (also die URL) der Anhangsseite.

Wozu benötige ich Anhangseiten?

Sie benötigen die Anhangseiten nicht zwingend – und unter Umständen können sie sogar Probleme verursachen.

Wenn Sie eine grössere Menge von Bildern publizieren möchten und jedes Bild eine eigene Seite erhalten soll, dann sind Anhangseiten eine einfache und sehr effiziente Lösung: Sie müssen nur die Bild hochladen – WordPress erstellt die entsprechenden Anhangseiten automatisch. Gewisse Themes zeigen zudem automatisch die EXIF-Daten an, welche in Fotos eingebettet sind. Auch für die Suchmaschinen-Optimierung (SEO) können Anhangseiten nützlich sein.

Allerdings sind sich viele Besitzer einer WordPress Website gar nicht bewusst, dass diese Anhangseiten existieren. Entsprechend werden auch die Beschreibungen nicht gepflegt, sodass solche Seiten wenig attraktiv aussehen, wenn ein Website-Besucher sie über Google zufällig findet. Ausserdem ist die standardmässig aktivierte Kommentarformular ein gefundenes Fressen für Spammer.

Kann ich die Anhangseiten auf meiner WordPress Website deaktivieren?

Erstaunlicherweise kann man Anhangseiten nicht ohne weiteres deaktivieren. Es gibt jedenfalls keine entsprechende Option unter Einstellungen > Medien, wie man es erwarten würde.

Abhilfe schaffen entweder ein Plug-in oder ein bisschen PHP Code. Es ist keine grosse Sache, eine solche Lösung zu implementieren, aber es braucht die entsprechenden Berechtigungen und etwas technisches Verständnis.

Wie kann ich auf einer WordPress Website ein Bild ersetzen?

Hier gilt es zu unterscheiden: Wenn Sie ein Bild in einer Seite eingebettet haben und nun an derselben Stelle ein anderes Bild einfügen möchten, dann geht dies im Block Editor sehr einfach über den «Replace»-Befehl:

Bild ersetzen im WordPress Block Editor
Über den Button «Replace» kann man im Block Editor ein bestehendes Bild durch ein anderes ersetzen.

Wenn Sie allerdings ein Bild bereits in verschiedenen Seiten eingebettet haben und dann dieses Bild global gegen eine optimierte Version austauschen möchten, dann lässt dies WordPress leider nicht zu. Selbst wenn Sie das optimierte Bild mit demselben Dateinamen in die Mediathek hochladen wie das Originalbild, dann wird letzteres nicht überschrieben, sondern WordPress legt ein neues Medienobjekt an und ergänzt den Dateinamen mit einer Nummer (aus IMG_1234.jpg wird IMG_1234-1.jpg).

Falls dieser Fall nur selten vorkommt, dann werden Sie also die Bilder manuell in jeder einzelnen Seite ersetzen. Wenn Sie allerdings häufig Bilder auf diese Weise ersetzen müssen, dann bietet das Plug-in Enable Media Replace eine komfortablere Lösung.

Wie kann ich in der WordPress Mediathek den Dateinamen eines Bildes ändern?

Wenn man ein Handy-Foto direkt auf eine Website lädt, dann lautet der Dateiname dieses Fotos vielleicht 468B27E0-065F-448D-9062-93293336FAA7.JPG. Für die Suchmaschinen-Optimierung wäre allerdings ein beschreibender Dateiname wie z.B. schloss_kyburg_haupttor.jpg sinnvoller.

Leider erlaubt es WordPress nicht, Dateinamen von Medien nachträglich zu ändern. Über das Plug-in Phoenix Media Rename kann man diese hilfreiche Funktion aber problemlos nachrüsten.

Warum ergänzt WordPress den Dateinamen meines Fotos mit -scaled?

Es kann vorkommen, dass ein Bild namens IMG_1234.jpg in der WordPress Mediathek als IMG_1234-scaled.jpg angezeigt wird. In diesem Fall hat das Original die zulässige Maximalgrösse überschritten und wurde beim Upload automatisch verkleinert, um die Ladezeit Ihrer Website zu optimieren.

Standardmässig gilt eine Maximalgrösse von 2560 Pixel. Ist ein Bild als breiter oder höher, dann wird es automatisch auf diese Breite bzw. Höhe heruntergerechnet. Diese Maximalgrösse (die intern als «Big Image Threshold» bezeichnet wird) ist ziemlich grosszügig ausgelegt und sollte im Normalfall keine Probleme bereiten. Sie kann auch nicht ohne weiteres geändert werden. Falls Sie dies trotzdem tun möchten, dann gibt es dafür aber wiederum entsprechende Plug-ins oder Code Snippets.

Wie kann ich Dateien hochladen, die grösser als x MB sind?

WordPress beschränkt nicht nur die Dateitypen (siehe separate Frage), sondern auch die Dateigrössen. Überschreitet man die maximale Dateigrösse, so erhält man eine entsprechende Fehlermeldung.

Fehlermeldung beim Versuch, eine Datei mit mehr als 16 MB in die WordPress Mediathek hochzuladen

Wie gross diese Limite ist, wird entweder durch den Hoster oder durch den WordPress-Administrator definiert. Typischerweise liegt sie bei 8 MB oder 16 MB. Das ist mehr als genug für website-taugliche Bilder, dann aber unter Umständen zu wenig sein, wenn man sehr grosse Downloads anbieten will. In diesem Fall muss man die Uploads entweder über einen FTP Client vornehmen oder die entsprechenden Einstellungen in der PHP-, Webserver- oder WordPress-Konfiguration anpassen. In beiden Fällen sollte man allerdings seinen Webmaster oder seine Agentur beiziehen.

Wie kann ich eine umfangreiche Mediathek strukturieren/organisieren?

Bei einer grösseren Zahl von Bildern oder Dokumenten wird die WordPress Mediathek schnell einmal unübersichtlich. Die beiden einzigen Methoden, um ein Medienelement zu finden, sind der Datumsfilter (der aber nur grob nach Monaten unterscheidet) und die Volltextsuche (welche den Titel, die Beschriftung und die Beschreibung durchsucht).

Was insbesondere fehlt, sind Ordner. Aber auch Kategorien und Schlagwörter – die eigentlich eine Kernfunktion von WordPress darstellen – stehen in der Mediathek nicht zur Verfügung. Somit muss man sich auch hier mit Plug-ins behelfen, die eines dieser beiden Prinzipien implementieren.

Ordner in der WordPress Mediathek
Ordner in der WordPress Mediathek gibt es nur mit entsprechenden Plug-ins (Beispiel: FileBird).

Wie kann ich sehen, ob ich ein Bild gefahrlos löschen kann?

Oft lagern in einer WordPress Mediathek Dutzende oder auch hunderte von Bildern, die gar nicht (mehr) genutzt werden. Aber wie kann man wissen, welche diese sind?

Leider bietet WordPress standardmässig auch für diese Fragestellung keine Lösung. Zwar kann man in der Listenansicht der Mediathek sehen, welches Bild mit welcher Seite verknüpft ist. Aber dies sagt lediglich aus, auf welcher Seite ein Bild ursprünglich hochgeladen wurde.

Listenansicht der WordPress Mediathek
In der Listenansicht der Mediathek gibt es die – leider missverständliche – Spalte «Hochgeladen zu». Hier kann man auch ein Bild mit einer Seite verknüpfen oder aber diese Verknüpfung lösen.

Im obigen Beispiel wurde also das Bild IMG_6412 bei der Erstellung der Seite A hochgeladen. Wir können aber weder sicher sein, dass die Seite A das Bild aktuell verwendet, noch wissen wir, ob dieses Bilder allenfalls auch auf weiteren Seiten erscheint.

Es gibt somit nur zwei Möglichkeiten, um zu entscheiden, ob Sie ein Bild löschen können: Entweder kennen Sie Ihre Website so gut, dass Sie es ganz einfach wissen. Oder Sie installieren ein Plug-in wie z.B. Media Cleaner, das alle ungenutzten Bilder löscht (wobei hier ein vorgängiges Backup dringend zu empfehlen ist).

Was ist ein Beitragsbild in WordPress?

Jede Seite in WordPress hat ein sogenanntes Beitragsbild (engl. Featured Image). Dieses wird nicht im eigentlichen Seiteninhalt eingepflegt, sondern über die Metadaten in der rechten Randspalte:

Block Editor mit Beitragsbild in der rechten Spalte
Das Beitragsbild wird in der rechten Spalte des Block Editors gepflegt.

Das Beitragsbild wird insbesondere in Übersichten benutzt, wo mehrere Seiten in Form eines Teasers (mit Bild, Titel, Textanriss) aufgelistet werden – beispielsweise in den Suchresultaten oder auf der Startseite eines Blogs. Ob das Beitragsbild auch auf der Seite selbst angezeigt wird, hängt vom jeweiligen Theme ab: Oft wird es als Hauptbild ganz oben an der Seite eingeblendet, unter Umständen wird es hier aber auch nicht benutzt.

Notebook-Computer mit der Website wordpress.org

Unsere Dienstleistungen rund um WordPress

Metoki ist auf WordPress Websites spezialisiert: Seit über zehn Jahren arbeiten wir intensiv mit dieser Plattform.

Wir erstellen komplette Web-Auftritte, bieten aber auch Support für bestehende WordPress-Websites. Unsere Spezialgebiete sind mehrsprachige Websites mit WordPress sowie die Integration von individuellen Datenbanken mit Toolset.